OTZ vom 24. Februar 2017

Hochschulstadt-Gera-Schilder sind bald aus allen Himmelsrichtungen zu sehen

Foto: Peter Michaelis (Bildrechte OTZ)

Der Studenten-Förderverein Gera versammelte sich gestern mit allen Sponsoren vor dem Geraer Theater für ein Gruppenfoto mit den neuen Ortseingangsschildern, die Gera als Hochschulstadt ausweisen. 100 Euro mussten pro Ortstafel aufgebracht werden. Da einige Sponsoren, darunter Unternehmer, Lokalpolitiker, Künstler und Privatpersonen, mehr gegeben haben, sind sogar noch Kofinanzierungen für vier Deutschland-Stipendien für ein Jahr möglich. Die restlichen 24 Schilder sollen in nächster Zeit angebracht werden; das erste wurde vor einer Woche in der Ronneburger Straße installiert.

OTZ / 24.02.17

Danke allen Mitgliedern, Sponsoren, Förderern und Freunden des Studentenförderverein Gera e.V..

Jetzt ist es überall zu lesen – Hochschulstadt Gera!

Prof. Burkhard Utecht (Präsidentent DHGE), Heiko Wendrich (2. Vors. Studentenförderverein), Wolfgang Tiefensee (Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsminister), Ralf Spies (1. Vors. Studentenförderverein), Frank Herrmann (Bauhof Gera), Dr. Viola Hahn (Oberbürgermeisterin Stadt Gera), Prof. Dr. Johannes Schaller (Präsident SRH Hochschule für Gesundheit) (v.l.n.r.)

Die SRH Hochschule Gesundheit holt den Pokal des Studentenförderverein Gera e.V.

Der Studenten-Förderverein Gera e.V. lud für letzten Donnerstag zum 6.Traditionsturnier „Duale Hochschule vs. SRH Hochschule“ in die City-Bowling-Bahn und die Studierenden kamen mit 31 Mannschaften und über 120 Teilnehmern. Allein der Beteiligung war schon ein neuer Rekord und ein Beweis dafür, dass diese Veranstaltung unterdessen Kultstatus unter den Studenten erlangt hat. Es kamen 20 Mannschaften von der Dualen Hochschule und 11 von der SRH-Hochschule. Nach 4 Stunden in einem hochklassischen und sehr intensiv geführten Turnier war dann ein Sieger gefunden. Erstmals konnte dieses Jahr die SRH Hochschule den Pokal gewinnen. In einem reinen SRH-Finale siegten die „Flying meublaustockstädts“ als Gästemannschaft vor den „Split Happens“. Dritter wurde das Team „The Unicorns“ von der Dualen Hochschule. Das enorme Enthusiasmus der Teilnehmer (Teilweise in Kostümen bzw. mit selbst entworfenen Bowling-Tshirts)  zeugt vom intensiven Verbindung der Studenten zu ihren Hochschulen. Und auch von ihrem Hochschulstandort Gera sind die Studierenden überzeugt, wie die geposteten Bilder mit der Orteingangstafel zeigen. Obwohl dieses Jahr in Ermangelung einer Eisbahn anstelle des traditionellen Eisstockschießens auf die Bowlingbahn ausgewichen werden musste, war dieser Abend für alle Beteiligten sicher ein bleibendes Ereignis, was der Studenten-Förderverein auch nächstes Jahr wieder austragen wird.

Zugleich wurde dieses Event vom Studenten-Förderverein genutzt, um wieder  GERA-Stipendien an Studierenden der SRH Hochschule auszugeben. Dabei erhalten Studenten, welche ihren Wohnsitz in Gera haben, ein Semester lang jeden Monat 50 €. Der SFV freut sich besonders, dass es dieses Mal dank der Unterstützung der Stadt Gera und des Sponsorings der Firmen BKL Haustechnik Gera und Holl-Bedachungen Hohenleuben  möglich war dieses Stipendium an 7 Studierende zu vergeben. Vielen Dank für die tatkräftige Unterstützung an Grit Harthaus und ihrem Team vom City Bowling Gera.

Hochschulen in Gera sind auch Verdienst des Studenten-Fördervereins

Studenten-Förderverein Gera schafft Verbindung zwischen Studenten und Stadt und erarbeitet sich Vertrauen (OTZ vom 10. Januar 2017)

Architekt Heiko Wendrich (links), 2. Vorstand, und Rechtsanwalt Ralf Spies, 1. Vorstand des Studentenfördervereins. Foto: Sylvia Eigenrauch

Gera. Ginge es nach dem Studenten-Förderverein, würden in den nächsten zwei Wochen die Ortseingangsschilder auf Gera als Hochschulstadt verweisen, auch die derzeit neun leeren. 25Schilder für knapp 2000 Euro eines Sponsors sind bestellt. Mit der Lieferung an die Stadt rechnet der Verein diese Woche. Nun fehle nur noch die Zustimmung des Landtages.

Seit gestern zählt der Verein 206 Mitglieder

Vor fünf Jahren gründete sich der Verein. Heute zählt er 206 Mitglieder. Gestern erst ging der Mitgliedsantrag des Bauunternehmens Max Bögl ein. „Von der Stärke bin ich nicht so überrascht. Wir wollten immer ein Publikumsverein werden“, sagt Ralf Spies. Der heute 56-jährige Rechtsanwalt ist erster Vorsitzender. Unglaublich sei für ihn vielmehr, was alles erreicht wurde. „Vor fünf Jahren haben wir uns nicht vorstellen können, dass es heute in Gera zwei Hochschulen gibt“, gesteht der zweite Vorsitzende Heiko ­Wendrich. Der 54-Jährige ist Architekt in Gera und stolz, dass Gera neben der privaten SRH Hochschule für Gesundheit auch Ostdeutschlands einzige Duale Hochschule, die frühere Berufsakademie, hat.

Noch vor der ersten Mitgliederversammlung im Februar 2012 mit damals 51 Mitgliedern veranstaltete der Verein das erste studentische Eisstockschießen. „Damit wollten wir Studentenleben in Gera publik machen“, sagt Spies. Weil es die Eisbahn nicht mehr gibt, ist jetzt Bowling die Alternative. Am 2. Februar treten im Haus des UCI Kinos die Titelverteidiger aus der Dualen Hochschule gegen Gesundheitsstudenten an. Auch Studententeams anderer Hochschulen können sich noch bis zum 30. Januar für den Wettstreit anmelden.

Zum perfekten Geraer Studentenleben fehlt noch ein gemeinsamer Studentenclub. Ab dieser Woche gibt es alle zwei Monate den „Stammtisch mit Musik“ in wechselnden Lokalen. „Wir stellen die Geraer Szene vor und hoffen darauf, dass die Kneiper weitermachen“, sagt Heiko Wendrich, den sein Vorstandskollege als „Triebfeder für Ideen“ bezeichnet. Zu denen gehört auch der Studentensommer. Im Hofgut gestartet, wird er in diesem Jahr im Comma ausgerichtet. Der Termin steht schon. Am 12. Mai sind Studenten und Geraer dorthin eingeladen.

„Wir haben den Verein gegründet, um ein Zeichen gegen die Veralterung Geras zu setzen. Wir möchten junge Leute zusammenbringen, die Träger von Kultur in der Stadt werden“, sagt Spies. „Wir wollen kein Partyverein werden, aber Begegnungen ermöglichen.“

Neben der Förderung des Studentenlebens in Gera lobt der Verein auch Stipendien aus. „Das macht den Studienstandort Gera zusätzlich attraktiv“, so Spies. Auf Vereinswunsch werden nur Studierende der SRH Hochschule unterstützt. Bislang wurden zwölf Deutschland­stipendien vergeben. Dahinter steht ein Jahresbetrag von 3600 Euro, der je zur Hälfte vom Verein und aus Bundesmitteln finanziert wird. Daneben gibt es das Gera-Stipendium von 300 Euro, das jährlich sechs Mal vergeben wird und nur Studenten erhalten, die in Gera ihren Hauptwohnsitz haben. „So viele wie jetzt, waren noch nie in der Auslobung. Manche Studenten zogen sogar mit der ganzen ­Familie her“, sagt Wendrich.

Bis zu 13 000 Euro Vereinsgelder jährlich

„Wir sind aus Beiträgen und Spenden in der Lage, 10 000 bis 13 000 Euro im Jahr für die Weiterentwicklung der Studentenstadt aufzuwenden“, sagt Ralf Spies. Aus diesem Geld werden auch die Förderpreise für die Jahrgangsbesten an der Dualen Hochschule finanziert. Das Plakat an den Öltanks an der Autobahn gehört ebenso dazu wie das neue Namensschild in Tinz. „Der Verein hat eine Aktie an der Umwandlung zur Dualen Hochschule. Gut, dass es ihn gibt. Er bewirkt viel und ist ein seltenes Beispiel für konstruktives Bürgerengagement“, meinte gestern Burkhard Utecht, Präsident der Dualen Hochschule Gera. „Vor fünf Jahren noch schlug uns großes Misstrauen von der damaligen Berufsakademie und der privaten Fachhochschule entgegen. Keiner wusste, wer wir sind“, erinnert sich Ralf Spies an die Vereinsanfänge. „Heute erleben wir so viel Vertrauen, dass ich als einziger Nicht-Professor eingeladen war zu Reakkreditierung der SRH Hochschule“, so Wendrich.

Sylvia Eigenrauch / 10.01.17

 

Studenten-Stammtisch

Der Studenten-Förderverein Gera e.V. beabsichtigt mit einer neuen Veranstaltungsreihe das Kulturangebot der Stadt Gera zu ergänzen. So werden aller 2 Monate am jeweils 2. Mittwoch Studenten und Geraer zum „Stammtisch mit Musik“ eingeladen. Die erste Veranstaltung startet am Mittwoch dem 11. Januar ab 20.00 Uhr in der Gaststätte „barcode“ ehem. „Tivoli“ in der Tivolistraße 1 in Gera. Hier wird  „Sleepwalker‘s Station“ (Berlin) mit  Nick Drake’s Philosophie und Bob Dylan’s Wurzeln aufspielen. Weitere Veranstaltungen sind geplant am Mittwoch dem 8. März (Frauentag) in der „Qui“ und am 12. April im „Black Bull“ als „Bingo“-Abend sowie am 14. Juni im Betriebshof der  D+S Gera GmbH als Hofparty. Nach der Sommerpause sind z.Z. die Lokalitäten „Knossos“, „Fettnäppchen“ und „Comma“ angedacht.

Der Studenten-Förderverein verspricht sich von der Veranstaltungsreihe zum einen eine Belebung des städtischen Nachtlebens. Zum anderen soll damit die Begegnung von Studenten und Gerschen gefördert werden mit dem Ziel, dass die Idee von der Notwendigkeit der Hochschul- und Studentenstadt für alle Bürger nachvollziehbar wird. Darüber hinaus kann durch den Wechsel der Lokalitäten die Geraer Klub- und Gastronomieszene den Studenten vorgestellt werden.

Durch eine großzügige finanzielle Unterstützung durch die Firma D+S communication center management GmbH ist es möglich, diese Veranstaltungen für alle eintrittsfrei zu gestalten.
Perspektivisches Ziel ist, dass diese Veranstaltungsreihe durch die Gastronomen der Stadt selbstständig organisiert und weitergeführt wird. Darüber hinaus hofft der Studenten-Förderverein, dass sich dieser Initiative noch weitere Sponsoren und Unterstützer anschließen, welche sich ebenfalls mit einbringen bzw. darstellen möchten.

„Wir können unseren bürgerschaftlichen Willen zeigen“

Kurzmitteilung

newsletter-2016aus dem Newsletter September 2016 des Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat 122 – Übergreifende Fragen der Nachwuchsförderung, Begabtenförderung:
Viele helfen viel: Gemeinsam für das Deutschlandstipendium

Ein klares Bekenntnis zum Hochschulstandort: Der Studenten-Förderverein Gera e. V. macht sich für die beiden Hochschulen und die Studierenden in der ostthüringischen Stadt stark. An der privaten SRH Hochschule für Gesundheit Gera fördern die Bürgerinnen und Bürger drei Deutschlandstipendien, um junge Talente wie Deutschlandstipendiat Tim Dieterichs zu unterstützen und mehr Studienwillige für ihre Stadt zu begeistern.

 

Deutschlandstipendiat Tim Dieterichs (l.) und Heiko Wendrich (r.) vom Studenten-Förderverein Gera e. V. bei der Urkundenübergabe | © SRH Hochschule für Gesundheit GeraGera erging es wie vielen Städten in Ostthüringen: Junge Menschen verließen die Stadt, um an anderen Hochschulstandorten studieren zu können. Durch ihren Weggang veränderte sich das Stadtbild, potentielle Nachwuchskräfte und wissenschaftliches Know-How drohten abzuwandern. Dagegen wollten die Geraer Bürgerinnen und Bürger etwas tun: Vor rund fünf Jahren riefen sie den Studenten-Förderverein Gera e. V. ins Leben. Heiko Wendrich, Gründungsmitglied und 2. Vorsitzender, erzählt: „Wir haben den Verein gegründet, um unseren Kindern eine Perspektive bieten zu können. Wir wollten, dass sie für ein Studium nicht immer fortgehen müssen.“ Heute setzt sich der Verein für die beiden Hochschulen vor Ort ein und fördert Studierende, wo immer es geht. Das übergeordnete Ziel, so Architekt Heiko Wendrich: „Wir möchten, dass Gera als attraktive Hochschul- und Studentenstadt wahrgenommen wird und mehr junge Leute zum Studieren kommen, hier wohnen und das Leben in unserer Stadt mitgestalten.“

Jeder gibt, was er kann

Das Deutschlandstipendium hilft dem Verein, dieses Ziel zu erreichen. Heiko Wendrich erklärt: „Wir können unseren bürgerschaftlichen Willen zeigen und mit Unterstützung des Bundes Gera zu dem Ruf verhelfen, dass hier für Studierende eine gute Möglichkeit auf Förderung besteht.“ Der Verein mit aktuell 189 Mitgliedern greift drei Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten der privaten SRH Hochschule für Gesundheit Gera finanziell unter die Arme. Die direkte Förderung schätzt Heiko Wendrich sehr: „Wir helfen dort, wo man sofort etwas spürt. Unsere Mitglieder können sehen, dass das Geld ankommt. Das sorgt dafür, dass sich viele engagieren.“ Die vielen, von denen er spricht, kommen aus der gesamten Bürgerschaft: „Das geht von Angestellten und Rentnern, über Politikerinnen und Politiker bis hin zu kleinen und großen Unternehmen, aber auch Institutionen“, fasst Heiko Wendrich zusammen. Zwei Deutschlandstipendien stemmt der Verein durch Mitgliedsbeiträge. Das dritte wird aus Spenden finanziert. Das Deutschlandstipendium ermöglicht es in Gera jedem, einen Beitrag zu leisten. Heiko Wendrich sagt: „Es gibt viele kleine Betriebe, die Überschüsse in die Jugend investieren wollen, aber ein Stipendium alleine nicht schaffen. Wir finden weitere Spender und richten ein Deutschlandstipendium ein.“ Für Heiko Wendrich steht außer Frage, dass jedes Stipendium zählt: „Wenn wir ein Deutschlandstipendium vergeben, dann können wir zumindest einem Studierenden intensiv helfen.“

Gekommen und geblieben

Deutschlandstipendiat Tim Dieterichs ist einer, der von dem Engagement der Geraer profitiert. Der Rheinland-Pfälzer kam für seinen Bachelor nach Gera und studiert nun bereits im Master Psychische Gesundheit und Psychotherapie an der SRH Hochschule für Gesundheit Gera. Auch wenn Gera nicht gleich seine erste Wahl war, ist er heute glücklich über seinen Studienort: „Das praktische Konzept der Hochschule und die gute Anbindung von Gera haben mich überzeugt. Meine Zufriedenheit hat auch maßgeblich beeinflusst, dass es hier die Möglichkeit gibt, gefördert zu werden“, sagt der 23-Jährige. Das Deutschlandstipendium hilft ihm, sich einen finanziellen Puffer für die Zukunft zuzulegen: „Mein Ziel ist es, nach dem Studium die Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zu beginnen. Da diese Zeit finanziell anstrengend werden könnte, freue ich mich, dass es das Deutschlandstipendium gibt.“ Von der Arbeit seines Förderer ist Tim Dieterichs begeistert: „Es bedeutet mir viel, dass und vor allem wie sich der Studenten-Förderverein Gera für die Hochschule und die Studierenden einsetzt. Der Verein zeigt damit, dass beide ein wichtiger Aspekt für die Entwicklung der Stadt Gera sind.“