OTZ Gera Lokalseite vom 14. November 2013

Gera: Mehr Studenten als einzige Chance

Im Studenten-Förderverein engagieren sich 120 Mitglieder für die Studenten der Berufsakademie und SRH Fachhochschule und für eine Stadt, die junge Leute nicht nur ausbildet, sondern auch hier leben lässt.

Gera. Rund 1200 Studenten gibt es in Gera. Und fast 120 Geraer, die sich als Mitglieder des Studenten-Fördervereins Gera e.V. um die Verbesserung studentischen Lebens in ihrer Stadt bemühen.

„Dort, wo wir etwas dafür tun können, unternehmen wir auch etwas“, betont Vereinsvorsitzender Ralf Spies. Dabei gehe es vor allem darum, Gera als Studenten-Standort zu kommunizieren und Studenten zu unterstützen, die dank Berufsakademie und SRH Fachhochschule für Gesundheit bereits hier sind.

Sein Ziel hat der Verein klar formuliert: „5000 Studenten für Gera“ heißt es auf Plakaten und Auto-Aufklebern. Dass das nicht nur hohle Worte sind, bewies der Förderverein erneut während seiner Gala Ende September, zu der man neun neue Mitglieder begrüßen konnte – darunter zwei Bundestagsabgeordnete – und stolze 5500 Euro Spendengelder eingenommen hat. Und wie sich das gehört, fließt das Geld in die Unterstützung junger Leute, die mit Hilfe ihres Studiums in Gera etwas aus ihrem Leben machen wollen.

„Wir sichern jährlich die Finanzierung von zwei Deutschlandstipendien mit je 300 Euro pro Monat über ein Jahr ab, außerdem neun Gera-Stipendien mit je 50 Euro pro Monat über ein Semester sowie drei Förderpreise mit je 300 Euro für hervorragende fachliche Leistungen pro Jahr“, zählt der zweite Vereinsvorsitzende Heiko Wendrich auf.

Mittlerweile habe man auch als Vermittler zwischen Berufsakademie und SRH Fachhochschule Gesundheit gewirkt. „Gera konnte doch nichts Besseres passieren, als die BA am Eingangstor zur Stadt und nun bald eine FH am Hofwiesenpark“, sagt Spies und freut sich, dass beide Schulen mit der Qualität ihrer Ausbildungen stetig mehr junge Leute nach Gera ziehen.

Mit ihnen habe man also schon zwei Erfolgsmodelle in der Region. Nun müsse man nur noch für Voraussetzungen sorgen, dass diese Studenten auch in Gera wohnen und leben wollen. Die Schaffung studentischen Wohnraumes im Zentrum habe demnach Priorität.

Doch allein Studentenwohnungen anzubieten, bringe noch nicht den Effekt, sind sich Spies und Wendrich einig. Vielmehr müsse man den jungen Studierenden Gera als Stadt mit vielen Möglichkeiten präsentieren und dazu zähle auch studentisches Leben mit Kneipen, Clubs und Freizeitmöglichkeiten.

Um die bestehende Studentenschaft noch stärker zu vereinen, organisiert der Förderverein beispielsweise am 5. Dezember, 18″Uhr, das dritte Eisstockschießen für Studenten auf der Eisarena. Auch die TÜV Akademie und Studis aus Jena, Leipzig, Ilmenau und Weimar hat man eingeladen. „Die BA kämpft sogar mit einer eigenen Dozentenmannschaft um den Wanderpokal“, weiß Heiko Wendrich.

2014 will man sich am 21. Juni mit einem Studentenfest zum Brückenfest in Untermhaus gesellen. Auch in anderen Städten will der Förderverein für Gera werben. „Wenn sich in jedem Jahr mehr Studenten in den Hochschulen einschreiben, sind wir auf einem guten Weg“, meint Wendrich und hofft auf ein Gera, das dann nicht nur junge Menschen gut ausbildet, sondern auch hier leben lässt.

Mehr Studenten sieht er als einzige Möglichkeit, Gera eine Zukunft zu geben, „denn die verjüngen das Stadtbild, tragen zu Konsum und Vermietungsstand bei und garantieren nicht zuletzt die Ansiedelung von Firmen, die auf gut ausgebildete Leute angewiesen sind“.

Christine Schimmel / 14.11.13 / OTZ

 

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